16.07.2024, Plön, Schleswig-Holstein
Im Rahmen des Schleswig-Holstein Festivals 2024 fanden die traditionellen Plöner Gespräche statt, die dieses Mal dem Thema „Kultur in Zeiten des Krieges: Brücken bauen oder klare Grenzen ziehen?“ gewidmet waren.
An der thematischen Diskussion nahmen teil: Iryna Tybinka, Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, die Präsidentin des Goethe-Instituts, Carola Lentz, und die Rektorin der Barenboim-Said Akademie, Regula Rapp. Die Veranstaltung wurde von der Moderatorin und Journalistin Julia Westlake geleitet.
Die Diskussion konzentrierte sich auf aktuelle Fragen zur Nutzung von Kultur als Instrument von Krieg und Aggression.
Iryna Tybinka betonte, dass die russische Kultur im Kontext der gegenwärtigen Aggression vom Aggressor als Waffe eingesetzt wird. Ein Ziel dieser Waffe ist es, Sympathien für den Terrorstaat zu wecken, ein anderes Ziel ist es, die Grenzen zwischen Gut und Böse zu verwischen und Kriegsverbrechen zu verschleiern. Sie wies darauf hin, dass es im Krieg manchmal notwendig ist, kulturelle Verbindungen zum Aggressor zu kappen, um dessen feindliche Ziele zu verhindern.
Trotz dieser Herausforderungen hob die Generalkonsulin die Bedeutung hervor, kulturelle Räume nicht leer zu lassen, sondern diese Zeit zu nutzen, um die ukrainische Kultur auf der internationalen Bühne zu präsentieren und populär zu machen.
Die Diskussion wurde im Fernsehen übertragen und ist auch auf den Radiosendern NDR-Info und NDR-Kultur für alle Interessierten verfügbar.